Bettina Förster Jederman spielt – Entwicklung des evangelischen Laienspiels von der Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit 363 Seiten, mit 6 s/w Abb., gebunden
Böhlau Verlag Wien, 1. Auflage 2023 65,00 €
978-3-205-21793-0
Über Vandenhoeck-Ruprecht-Verlage und über den Buchhandel erhältlich.
Evangelische Laienspielgruppen führen in den 1920er Jahren nicht nur Krippenspiele auf, sondern auch Theaterstücke wie Hugo von Hofmannsthals Jedermann. Zunehmend wurden – inspiriert von der Jugendbewegung – Texte speziell für die Laienspielszene in verschiedenen Spielreihen veröffentlicht, die eine thematische Vielfalt entwickelten. Im „Dritten Reich“ existierte das evangelische Laienspiel weiter, wenn auch mit starken Einschränkungen. In der Nachkriegszeit wurden in den Stücken neben biblischen Motiven auch Kriegserlebnisse und die Schuldfrage thematisiert und es wurde so jedermanns Welt auf die Bühne getragen. In der Untersuchung werden ua die Münchener Laienspiele und die Christlichen Gemeindespiele fokussiert, aber auch Stücke von Ernst Lange oder auch Das Spiel von der Weißen Rose bis hin zu den sogenannten Anspielen. Als prägende Persönlichkeiten treten ua Rudolf Mirbt, Otto Salomon, Aurel von Jüchen und Ulrich Kabitz auf. Korrespondenzen des Verlegers Albert Lempp und Zeitzeugenberichte beleuchten die Entwicklungen.