Medien.Mündigkeit 2026: KI.Perspektiven

Die Veranstaltungsreihe „Medien.Mündigkeit“ stellt im Frühjahr 2026 das Thema Künstliche Intelligenz in den Fokus. Ziel ist es, dass jede und jeder die KI-Entwicklungen besser einschätzen und sinnvoll nutzen kann. 

Über das Konzept
Die Veranstaltungen finden im Zeitraum Ende Februar bis Mai 2026 in Bonn und online statt.  „Medien.Mündigkeit“ hat wieder zwei Teile: Im ersten wird in „Buch.Gesprächen“ über ein ausgewähltes Buch gesprochen, im zweiten Teil wird es Veranstaltungen (Begleitprogramm) zum Thema KI geben.

Cover "Weiß die KI. dass sie nichts weiß?" (c) Heyne Verlag
Cover „Weiß die KI. dass sie nichts weiß?“ (c) Heyne Verlag

Ausgewähltes Buch 2026: „Weiß die KI, dass sie nichts weiß?“ von Katharina Zweig
In den „Buch.Gesprächen“ werden wir uns über die Inhalte des Buches austauschen und diskutieren. Das Buch erschien im September und trägt den Untertitel „Wofür wir Chatbots und KI-Agenten nutzen sollten, wo sie sich irren und wo wir aufpassen müssen“ (Heyne Verlag).

Prof. Dr. Katharina Zweig ist Informatikprofessorin an der TU Kaiserslautern, wo sie erstmals in Deutschland den Studiengang Sozioinformatik einführte. Als Wissenschaftskommunikatorin verfügt sie über die seltene Gabe, die Komplexität der KI und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen auch für interessierte Laien verständlich darzustellen.

Organisatorisches über die „Buch.Gespräche“ Ende Februar bis März 2026
Es gibt drei Gruppen, jede trifft sich drei Mal. Eine Gruppe trifft sich drei Mal online, eine Gruppe trifft sich drei Mal im Literatursalon der Stadtbibliothek Bonn und eine im Kirchenpavillon.

Veranstaltungen März bis Mai 2026
Es wird u.a. einen praktischen KI-Workshop online geben (für Einsteiger). Wir freuen uns besonders, dass Katharina Zweig am 27. April einen Vortrag im Haus der Bildung in Bonn hält. Sie finden alle Termine unten auf dieser Seite.

Für wen und Kosten
Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten und sind kostenfrei.

Veranstaltungskooperation
Wir freuen uns, dass wir auch im nächsten Jahr wieder ein breites Kooperationsbündnis haben. Dabei sind: Evangelisches Forum Bonn , Evangelische Akademie im Rheinland , Stiftung Informationskompetenz , Stadtbibliothek Bonn, VHS Bonn , Katholisches Bildungsforum Bonn .

Organisatorinnen
Dr. Susannah Cremer-Bermbach (Stiftung Informationskompetenz)
Dr. Anne Kathrin Quaas (Leiterin Evangelisches Forum & Pfarrerin für Stadtkirchenarbeit im Kirchenkreis Bonn)
Dr. Bettina Förster (Studienleiterin an der Evangelischen Akademie im Rheinland)

 

AKTUELLE TERMINE
Auch wenn Sie bei den „Buch.Gesprächen“ nicht dabei waren, sind Sie herzlich eingeladen zu einer, mehreren oder allen Veranstaltungen.

Veranstaltungen April bis Mai 2026, KOSTENFREI

  • KI und Kolonialismus: Wer zahlt den Preis für unseren Fortschritt?
    22. April 2026, 19:00 – 20:30 Uhr, Kirchenpavillon, Kaiserplatz 1a, 53113 Bonn.

    Ingo Dachwitz – Foto von Darja Preus
    Ingo Dachwitz – Foto von Darja Preuss

    Die Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz bringen viele Vorteile. Aber an diesem Abend wollen wir über die Schattenseiten sprechen. Neben der „Geisterarbeit“ hinter KI-Anwendungen und ökologischen Fragen geht es um die Aspekte Daten, Diskriminierung, Überwachung und Geopolitik. Was müssen wir wissen und wie sollten wir damit als Gesellschaft und Individuum damit umgehen?
    Ingo Dachwitz ist Journalist und Mitautor des Buches „Digitaler Kolonialismus. Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen“ (Beck Verlag 2025). Das Buch von ihm und Sven Hilbig war 2025 für den Sachbuchpreis nominiert.

    OHNE Anmeldung.

 

 

  • Weiß die KI, dass sie nichts weiß?
    27. April 2026, 19:00 Uhr, Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, 53111 Bonn, Großer Saal 1.11.

    Katharina Zweig. Foto von Felix Schmitt
    Katharina Zweig. Foto von Felix Schmitt

    Die Wissenschaftskommunikatorin und bekannte Buchautorin Prof. Dr. Katharina Zweig wird einen Vortrag über die Chancen und Grenzen von Sprachmodellen halten.

    OHNE Anmeldung.

    Bitte kommen Sie frühzeitig, um sich einen Platz zu sichern.

 

 

 

 

  • KI und Zukunft. Über Ängste und Chancen
    5. Mai 2026, 19.00 – 20.30 Uhr, Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, 53111 Bonn, Großer Saal 1.11.
    Dr. Frank Vogelsang und Sabria David (Foto von Harald Krichel)

Die Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz sind rasant. Sie schüren aber auch Ängste vor Desinformation, Arbeitsplatzverlust und einer unselbständigen Gesellschaft.
Was macht das mit uns morgen und in naher Zukunft? Wie können wir damit umgehen? Wie wertvoll bin ich als Mensch eigentlich noch, wenn ich KI-Tools nicht verstehe oder KI im Alltag nicht ständig um Rat frage.

Befürchtungen reichen von Kontrollverlust bis hin zu dystopischen Zukunftsbildern, in denen Maschinen menschliche Entscheidungen dominieren.

Diese Unsicherheiten nimmt die Veranstaltung „KI und Zukunft. Über Ängste und Chancen“ ernst und lädt dazu ein, offen über Sorgen, Erwartungen und mögliche Wege der Orientierung zu sprechen.

Impulsvorträge von Dr. Frank Vogelsang und Sabria David:

Sabria DavidDigitalphilosophin, spricht über „Wahrheit und Wahrscheinlichkeit“ und Resilienz in Zeiten von KI. Sie fragt: Wie verändert KI unser Selbstverständnis und Miteinander? Sie thematisiert Fragen rund um Ethik, Entfremdung und gesellschaftliche Verantwortung.
Dr. Frank Vogelsang ist Direktor der Ev. Akademie im Rheinland, Ingenieur und Theologe. Er bringt eine doppelte Perspektive ein: Aus technischer Perspektive fragt er nach der Besonderheit der KI gegenüber anderen digitalen Technologien, aus theologischer Perspektive fragt er, welche Bilder von Mensch und Technik die Entwicklung und Anwendung der KI leiten.

Im anschließenden Dialog ist Raum für Fragen, Austausch und gemeinsames Nachdenken über eine verantwortungsvolle Gestaltung der digitalen Zukunft.

OHNE Anmeldung.

 

 

 

Diese Veranstaltungen liefen bereits in unserer Reihe in diesem Frühjahr: 

  • KI-Tools praktisch erklärt für Einsteiger, 19. März 2026, 19:30 – 21 Uhr.
    Online-Workshop, Referent: Christian Müller.

    An dem Abend erhalten wir Einblicke in ChatGPT, Gemini, Claude, Le Chat und Lumo. Wir sprechen über Vor- und Nachteile. Wer möchte, kann sich im Vorfeld in zumindest einem Tool anmelden.
    Man kann aber auch ohne Vorkenntnisse dabei sein, um zu erfahren, wie man die entsprechenden Modelle nutzen kann.

Anmeldung über Evangelische Akademie im Rheinland hier möglich oder per Mail info@akademie.ekir.de

 

 

 

 

  • Fake oder Falsch? Sa, 21. März 2026, 14 – 16 Uhr.
    Workshop im Deutschen Museum, Ahrstr. 45, 53175 Bonn, max. 25 Teilnehmer:innen.
    In der digitalen Welt sind wir ständig Desinformationen ausgesetzt. Deshalb müssen wir lernen, eine wahre von einer falschen Information und eine zuverlässige von einer unzuverlässigen Quelle zu unterscheiden, um sie nicht unreflektiert zu glauben und zu teilen. Besonders soziale Medien verbreiten in hohem Maße Verschwörungstheorien und Falschinformationen und verstärken so die Tendenz, diese zu glauben, was wiederum das Vertrauen in demokratische Institutionen schwächen und Radikalisierung begünstigen kann.
    In diesem Workshop wird die Quellenbewertungskompetenz der Teilnehmenden gestärkt. Anhand vieler Beispiele werden Falschinformationen durch Überprüfung von Fakten entlarvt, Merkmale vertrauenswürdiger Quellen erlernt und Regeln im Umgang mit Fakes aufgestellt.

Anmeldung zum Workshop:  info@stiftung-informationskompetenz.de

 

 

  • Menschen, Maschinen und Moral? Di, 24. März 2026, 15:30 – 17 Uhr
    Workshop im Deutschen Museum, Ahrstr. 45, 53175 Bonn, max. 25 Teilnehmer:innen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops lernen, ethische Aspekte im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu erkennen. Sie analysieren ethische Dilemmata, erarbeiten gemeinsam mögliche Lösungsansätze und diskutieren potenzielle Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft.
Die Grundlagen von künstlichen Intelligenzen und neuronalen Netzen werden an den interaktiven Exponaten des Museums vermittelt.
Um ein Bewusstsein für die Herausforderungen und Verantwortlichkeiten im Kontext lernender Maschinen zu erreichen, werden gemeinsam Fragen zu moderner Kriegsführung, Deepfakes, KI und Medizin sowie emotionaler Robotik und Gesichtserkennung diskutiert.

Anmeldung zum Workshop:  info@stiftung-informationskompetenz.de

 

 

 

 


„Buch.Gespräche“ Februar und März 2026

Bei der Buchbeschaffung für die „Buch.Gespräche“ konnte es finanzielle Unterstützung geben.

  • Online fanden statt: 26. 2. – 12. 3. – 26. 3., jeweils Do, 19:30 – 21 Uhr, Moderation: Dr. Bettina Förster, Anmeldung über Ev. Akademie im Rheinland.
    Anmeldung zum zweiten Online-Treffen am 12.3. direkt hier möglich oder per Mail  info@akademie.ekir.de
    Anmeldung zum dritten Online-Treffen am 26.3. direkt hier möglich oder per Mail info@akademie.ekir.de
  • Vormittags fanden statt: 25. 2. – 4. 3. – 11. 3., jeweils Mi, 10.15 – 11:45 Uhr, Kirchenpavillon, Kaiserplatz 1a, 53111 Bonn, Moderation: Dr. Susannah Cremer-Bermbach, Anmeldung: Stiftung Informationskompetenz, info@stiftung-informationskompetenz.de
  • Nachmittags fanden statt: 26. 2. – 5. 3. – 12. 3., jeweils Do, 16:30 – 18 Uhr, Stadtbibliothek, ‚Literarischer Salon‘, Bottlerplatz 1, 53111 Bonn, Moderation: Dr. Anne Kathrin Quaas, Dr. Susannah Cremer-Bermbach, Anmeldung: info@stiftung-informationskompetenz.de

 

 

Rückblick 2024 und 2025: Buchlektüren und Vorträge von Bernhard Pörksen und Ingrid Brodnig
Die Veranstaltungsreihe „Medien.Mündigkeit“ wurde von Dr. Susannah Cremer-Bermbach (Stiftung Informationskompetenz) zusammen mit Martin Engels (Leiter des Evangelischen Forums Bonn bis Dez. 2023) ins Leben gerufen und es ging 2024 um das Thema Umgang mit Fake News. Bei den Lektüretreffen diskutierten wir über das Buch „Die große Gereiztheit“ von dem Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen. Das Thema Desinformation wurde im Begleitprogramm vertieft und erweitert, u.a. durch einen Vortrag von Bernhard Pörksen sowie des Journalisten Jochen Spangenberg.
2025 tauschten wir uns in den Lektüretreffen auf der Grundlage des Buches „Wider die Verrohung“ von der Wiener Journalistin Ingrid Brodnig über ‚Gesprächskultur‘ aus und fragten, wie wir in den Sozialen Medien und in analogen Situationen besser diskutieren können. Das Begleitprogramm umfasste neben einem Vortrag und einem Workshop von Ingrid Brodnig u.a. auch Impulse von Prof. Dr. Derya Gür-Şeker (Projektseite 2025 ).